Müde nach der Schule? Welche Rolle Lärm und schlechte Raumakustik spielen.

Seit zwei Wochen ist in der Schweiz die Sommerferien-Zeit vorbei und der Schulalltag hat die Kinder und Jugendlichen wieder fest im Griff. Neue Klassen, neue Stundenpläne, neue Lerninhalte und viele (neue) soziale Eindrücke fordern die Schülerinnen und Schüler diese Tage.

Wenn Kinder nach der Schule erschöpft nach Hause kommen, wird dies häufig dem frühen Aufstehen oder dem schulischen Stress zugeschrieben. Doch auch eine schlechte Raumakustik kann ihren Teil dazu beitragen. Wer Sprache ständig aus Stimmengewirr und Hintergrundgeräuschen herausfiltern muss, braucht mehr Konzentration und Energie. Lange Nachhallzeiten sorgen zusätzlich dafür, dass Geräusche länger im Raum bleiben und sich überlagern.

Welche Folgen hat der Lärm für Schüler/innen und Lehrpersonen?

Die Auswirkungen sind gemäss der Umfrage von OpinionWay* bei den Schüler/innen konkret spürbar. Anlässlich der «Semaine du Son de l’UNESCO» beauftragten La Semaine du Son und Saint-Gobain Ecophon das französische Meinungsforschungsinstitut OpinionWay mit einer Umfrage zur Lärmbelastung an Schulen. Vom 4. bis 6. Januar 2021 wurden 506 Schüler/innen französischer Collèges und Lycées befragt. Die Stichprobe war hinsichtlich Geschlecht, Region und Schulstufe repräsentativ zusammengesetzt. Die Ergebnisse waren eindrücklich:

  • 75 Prozent geben an, dass sie sich wegen des Lärms nicht konzentrieren können.

  • 74 Prozent geben an, die Lehrperson wegen des Lärms nicht richtig zu verstehen.

  • 64 Prozent berichten, dass Resonanz und Hall in Gemeinschaftsbereichen bei ihnen teilweise Kopfschmerzen verursachen.

Quelle: *OpinionWay-Umfrage «Les élèves et le bruit dans l’établissement scolaire»

Wenn Schüler/innen also regelmässig erschöpft nach Hause kommen, über Kopfschmerzen klagen oder sich im Unterricht schlecht konzentrieren können, sollte die akustische Umgebung als möglicher Belastungsfaktor berücksichtigt werden.

Auch Lehrpersonen sind betroffen. Sie müssen in lauten und hallenden Räumen häufig lauter sprechen, um verstanden zu werden. Das beansprucht die Stimme und kann zu Stimmproblemen führen. Der Ecophon-Akustikexperte Sylvain Coudret verweist auf einen Zusammenhang zwischen dem Geräuschpegel im Klassenzimmer und der Herzfrequenz der Lehrperson: Steigt der Lärm, beschleunigt sich auch der Herzschlag – ein Hinweis auf Stress und Anspannung.

Quelle: Artikel «Alarmierende Auswirkungen von Lärm in der Schule»

Was können Schulen für eine bessere Raumakustik tun?

Basotect-Akustikschaumstoff im Klassenzimmer

Jeder Raum stellt andere Anforderungen dar. Deshalb sollte die akustische Situation zuerst fachgerecht beurteilt und die Lösung auf Nutzung, Raumgrösse, Einrichtung und bauliche Gegebenheiten abgestimmt werden.

In Klassenzimmern können Deckensegel, Akustikdecken und Wandabsorber die Nachhallzeit reduzieren und die Sprachverständlichkeit verbessern – ohne wertvolle Bodenfläche zu beanspruchen.

In Gängen, Eingangshallen und Turnhallen braucht es besonders robuste und je nach Einsatzbereich auch stoss- oder ballsichere Lösungen. Dafür eignen sich beispielsweise Decken- und Wandabsorber aus Holzwolle oder passende PET-Akustiksysteme.

In Kantinen verhindern Akustikelemente an Decken und Wänden, dass sich Gespräche, Stühlerücken und Geschirrklappern gegenseitig aufschaukeln. Dadurch wird der Raum nicht still – aber deutlich angenehmer.

Entscheidend ist der Blick auf das gesamte Schulhaus. Gute Raumakustik verbessert nicht nur das Verständnis im Unterricht, sondern schafft auch in Gängen, Mensen, Aufenthaltsbereichen und Turnhallen eine angenehmere Umgebung.

Die Bellton AG unterstützt Schulen von der Analyse und Akustikmessung bis zur Planung und Montage einer passenden Lösung.

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