Wenn beim Kochen ein Topf klappert, hört man das im ganzen Raum.

In offenen Grundrissen mit Küche, Essbereich und Wohnzimmer aus einem Guss ist das die Regel, nicht die Ausnahme. Harte Böden und grosse Glasflächen sorgen für viel Licht, aber auch für viel Hall. Genau das war die Ausgangslage in diesem schönen Eigenheim.

Offener Wohnbereich mit viel Hall: die Ausgangslage

Küche, Essbereich und der angrenzende Wohnraum bilden eine einzige, grosszügige Fläche. Der dunkle Esstisch, das farbenfrohe Porträt an der Wand und die offene Küche prägen den Raum optisch. Akustisch blieb bisher wenig Spielraum: eine durchgehend glatte, weisse Decke ohne Absorptionsflächen. Bei einem so offenen Grundriss verteilt sich der Schall ungehindert über die gesamte Fläche, von der Kücheninsel bis zum Sofa im Wohnbereich. Gespräche am Esstisch, Geschirr in der Küche, alles läuft akustisch ineinander.

Einbau der Akustikspanndecke: enge Zusammenarbeit mit dem Elektriker

Die Lösung: eine Akustikspanndecke über der gesamten Fläche von Küche, Essbereich und Wohnzimmer, kombiniert mit indirekter Beleuchtung und zusätzlichen Spots.

Vor der eigentlichen Montage stand zunächst der Rohbau der Decke im Fokus. Über die ganze Fläche wurde Dämmmaterial eingebracht, das später als akustisch wirksame Schicht hinter der Spanndecke liegt. Parallel dazu wurden die Kabel für die spätere Beleuchtung verlegt. Besonders wichtig in dieser Phase: die enge Abstimmung mit dem Elektriker. Spots und indirekte Lichtlinien mussten exakt dort sitzen, wo sie später durch die Spanndecke hindurch wirken, und die gesamte Verkabelung musste vor der Montage der Decke fertig sein. Unser Team stand dazu direkt vor Ort mit dem Elektriker im Austausch, Leitung für Leitung, Position für Position, bevor auch nur ein Stück der eigentlichen Spanndecke montiert wurde.

Für die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit vor Ort bedanken wir uns herzlich bei Frey+Cie Elektro AG aus Stans.

Das Ergebnis: Ruhe und stimmungsvolles Licht

Entstanden ist eine durchgehende, akustisch wirksame Fläche über dem gesamten offenen Wohnbereich. Entlang der Deckenkanten sorgt eine warme, indirekte Linienbeleuchtung für Atmosphäre, zusätzliche Spots setzen gezielte Akzente über der Kochinsel und dem Esstisch.

Der Unterschied ist auf den ersten Blick sichtbar, und im Gespräch auch hörbar. Die Deckenfläche schluckt einen Teil des Schalls, der vorher zwischen Boden, Glas und Decke hin und her geworfen wurde. Gleichzeitig hält die durchgehende Lichtlinie die offene Raumstruktur optisch zusammen, statt sie durch einzelne Lichtquellen zu zerstückeln. Aus einer hallenden, weissen Fläche ist eine Decke geworden, die den Raum akustisch beruhigt und gleichzeitig gestalterisch trägt.

Für uns zeigt dieses Projekt, wie stark sich Raumakustik und Lichtkonzept gegenseitig verstärken können, ohne dass die Gestaltung des Raums, das Porträt an der Wand, oder der schöne, dunkle Esstisch in den Hintergrund tritt.


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