Mogu — Akustikpaneele aus Pilzmyzel
Akustik, die aus dem Boden wächst statt aus der Fabrik kommt: Mogu stellt Schallabsorber her, deren Kern aus Pilzmyzel besteht, dem feinen Wurzelgeflecht von Pilzen. Das Myzel wächst auf land- und textilwirtschaftlichen Reststoffen und bindet diese zu einem festen, leichten Material. Das Ergebnis sind Wand- und Deckenpaneele, die Räume ruhiger machen und dabei einen konsequent zirkulären Weg gehen.
Was ist Pilzmyzel und warum absorbiert es Schall?
Myzel ist der vegetative Teil eines Pilzes: ein dichtes Netz feinster Fäden. Mogu nutzt dieses Netz als natürlichen Binder. Auf einem Substrat aus Agrarreststoffen wachsen die Myzelfäden durch das Material und verbinden es zu einer stabilen, schaumig-weichen Struktur. Anschliessend wird der Prozess gestoppt und das Paneel getrocknet, sodass nichts weiterwächst.
Für die Akustik ist die offene, poröse Struktur entscheidend. Schallwellen dringen in das Material ein, werden im Fasergeflecht in Bewegungs- und Reibungsenergie umgewandelt und so gedämpft. Das reduziert Nachhall und macht Sprache in einem Raum wieder verständlich. Besonders im Sprachbereich, also in den mittleren und hohen Frequenzen, zeigen die Paneele eine gute Wirkung.
Zirkulär gedacht, von Anfang bis Ende
Mogu setzt bei den Eingangsstoffen auf Reststoffe statt auf neu gewonnene Rohstoffe: Nebenprodukte aus der Agrarindustrie als Substrat, upgecycelte Textil- und Wollfaser-Reste für die Oberflächen. Für die Kollektionen liegt eine Ökobilanz (Life Cycle Assessment) nach ISO 14025 und EN 15804 vor, erstellt für die Acoustic Panels und die Pluma-Wandpaneele. Damit ist der Umweltweg des Produkts von der Rohstoffbeschaffung bis zum Lebensende dokumentiert und nicht nur behauptet.
Für wen eignet sich Mogu?
B2B — Büro, Objekt, Planung
Im Objektbereich lösen Mogu-Paneele ein häufiges Problem: In Grossraumbüros, Besprechungszonen und Empfangsbereichen überlagern sich Stimmen, der Nachhall steigt, die Konzentration sinkt. Die Paneele dämpfen genau den Sprachbereich und schaffen so ruhigere, produktivere Zonen. Für Architektinnen, Planer und Innenausbauer ist zusätzlich die Nachhaltigkeitsgeschichte relevant: dokumentierte Ökobilanz, biobasierte Zusammensetzung und ein zirkuläres Materialkonzept lassen sich in nachhaltig ausgerichteten Projekten glaubwürdig einsetzen.
B2C — Zuhause und Homeoffice
Auch daheim macht der Nachhall den Unterschied: harte Böden, grosse Glasflächen und wenig Textil lassen Räume hallig klingen. Als Wandobjekt bringen die Paneele nicht nur Ruhe ins Homeoffice oder Wohnzimmer, sondern auch eine natürliche, samtige Oberfläche mit Charakter. Die modularen Formen lassen sich zu individuellen Kompositionen zusammensetzen.
Die Kollektionen im Überblick
Mogu bietet drei Linien, die sich in Aufbau, Dicke und Oberfläche unterscheiden. Welche passt, hängt von Anspruch an die Akustik, gewünschter Optik und Montagesituation ab.
Acoustic Panels — die modularen 3D-Formen
Die klassische Mogu-Linie: dreidimensional geformte Module aus weichem, schaumartigem Myzelmaterial mit samtiger Oberfläche. Fünf Formen stehen zur Wahl, jede mit eigenem Charakter und eigener Akustikkurve. Ein schraubenloses Montagesystem gehört dazu.
● Wave (Hexagon): weiche, wellige Oberfläche, ruhige Optik.
● Kite: geometrische Faltung, die mit Licht und Schatten spielt.
● Fields: unregelmässiges Sechseck mit feinen Streifen, an Ackerspuren erinnernd.
● Aspen: dreieckiges Modul aus dem Foresta-System, konkav oder konvex, mit Holzknoten kombinierbar (German Design Award Winner 2022).
● Plain: schlichte Quadrate für ruhige, flächige Kompositionen.
Pluma — die schlanken Wandpaneele
Pluma ist eine Linie flacher, zu 100 % zirkulärer Wandpaneele mit schallabsorbierenden Eigenschaften und verschiedenen naturinspirierten Texturen. Für Pluma liegt die Ökobilanz in mehreren Dicken (20, 30, 40 mm) und Grössen vor. Die Variante Pluma Kiwi ergänzt eine natürliche Flock-Oberfläche aus Wollfaser-Resten, die zusätzlich kratz- und schlagfester ist und die Akustik weiter verbessert.
Kana — die ultradünne Wandverkleidung
Kana ist die neueste, besonders dünne und leichte Kollektion mit kunststofffreier Oberfläche und Texturen wie Vertical, Fluted, Chevron und Leaves. Zwei Ausführungen: Kana V-Cut auf Hanfbasis mit Tonoberfläche und präzisem V-Schnitt sowie Kana Kiwi mit Wollflock-Oberfläche. Kana ist bis zu Jumbo-Formaten verfügbar.
Farben: naturweiss oder aus der Palette
Myzel wächst von Natur aus weiss, und dieses Weiss ist die Grundfarbe der Paneele. Darüber hinaus bietet Mogu eine abgestimmte Farbpalette in ruhigen, entsättigten Tönen, inspiriert von Wasser, Wald, Erde und Sand. Auf Wunsch sind Sonderfarben nach NCS möglich. Die Kana-Kollektion verfügt über eine eigene Palette mit Angabe des Lichtreflexionswerts (LRV) je Farbe.
Pflege
Die Oberfläche ist delikat: Reinigung nur trocken mit einem Staubwedel, kein Staubsauger, keine nassen Tücher, keine Lösungsmittel. Mogu empfiehlt den Einsatz in Wohn- und Arbeitsräumen, nicht in Küchen, Bädern oder Kellern, und eine relative Luftfeuchtigkeit unter 50 %. Details zu Montagesystem und Pflege liefert Bellton projektbezogen mit.